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ProjectHisklid 2
SourceStadelhofer, Marquard (1880): Aufzeichnungen über die Witterungsverhältnisse zu Meersburg am Bodensee in den Jahren 1724 bis 1785, sowie über denkwürdige Vorkommnisse jener Zeit. Ursprünglich aufgeschrieben von den Rebleuten des Gotteshauses Münsterlingen
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Quote* [...] alsdann hat man gleich nach der Lichtmeß in die Reben gehen können, und ist der Februar und der Merz gar trucken, der April kommt auch trucken an und bleibt trucken bis auf Georgitag
An selbem Tag ist schon Alles grün, die Bäum und Buchen sind schon grün und blühen die Kries- (Kirschen-) und Birnbäum in schönsterm Flor.
An den Reben sieht man schon überall Gschepfe genug und scheint ein gar gut Jahr zu werden.
Der May ist auch gar zu trucken bis auf den 11., da hat es ein Regen gethan und ist mit fruchbarem Regen un gutem Wetter ausgegangen.
Den Brachmonat hat es den ersten Tag anfangen regnen und geht naß ein und bleibt ziemlich naß bis auf den 18., alsdann wird es gut und warmes Wetter.
Die Trauben sind über Johannitag schier alle verblüht und ist eine große Freud anzusehen auf einen guten und großen Herbst.
Ich aber habe ein groß Herzeleid, daß ich einen so großen schönen göttlichen Schutz muß ansehen und nichts mehr davon zu hoffen hab, denn ich muß das erste mal die Reben um den Lohn bauen.
Es ist diesen Sommer eine gute Witterung, die Reben wachsen grausam stark, und sind die Trauben an etlichen orten stark abgeriesen, doch ist der Sommer so gut, daß Korn und Wein wohl gerathen, aber nit viel Obst.
Der Augustmonat ist gar gut, der Herbstmonat deßgleichen. 2 Tag nach Micheli hat man anfangen wimmlen.
Es hat am 5. Tag im Herbst geschnieen und den andern Tag darauf einen großen Reifen sammt Gefrorne gehabt.
Ich habe zwar dieß Jahr wegen dem Kibelbauen nicht viel hinter, doch aber habe ich an dem Lohnbauen keine Freud.
Sie sind Willens, es 3 Fahr zu probiren, ob es ihnen beßer Taug, um den Lohn oder um die Hälfte, ich bin dieß Jahr etwas beßer bestanden um Lohnbau, die Rechnung war 45 fl. *
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Quote CommentHISKLID2;;id::1213;;text::* [...] alsdann hat man gleich nach der Lichtmeß in die Reben gehen können, und ist der Februar und der Merz gar trucken, der April kommt auch trucken an und bleibt trucken bis auf Georgitag An selbem Tag ist schon Alles grün, die Bäum und Buchen sind schon grün und blühen die Kries- (Kirschen-) und Birnbäum in schönsterm Flor. An den Reben sieht man schon überall Gschepfe genug und scheint ein gar gut Jahr zu werden. Der May ist auch gar zu trucken bis auf den 11., da hat es ein Regen gethan und ist mit fruchbarem Regen un gutem Wetter ausgegangen. Den Brachmonat hat es den ersten Tag anfangen regnen und geht naß ein und bleibt ziemlich naß bis auf den 18., alsdann wird es gut und warmes Wetter. Die Trauben sind über Johannitag schier alle verblüht und ist eine große Freud anzusehen auf einen guten und großen Herbst. Ich aber habe ein groß Herzeleid, daß ich einen so großen schönen göttlichen Schutz muß ansehen und nichts mehr davon zu hoffen hab, denn ich muß das erste mal die Reben um den Lohn bauen. Es ist diesen Sommer eine gute Witterung, die Reben wachsen grausam stark, und sind die Trauben an etlichen orten stark abgeriesen, doch ist der Sommer so gut, daß Korn und Wein wohl gerathen, aber nit viel Obst. Der Augustmonat ist gar gut, der Herbstmonat deßgleichen. 2 Tag nach Micheli hat man anfangen wimmlen. Es hat am 5. Tag im Herbst geschnieen und den andern Tag darauf einen großen Reifen sammt Gefrorne gehabt. Ich habe zwar dieß Jahr wegen dem Kibelbauen nicht viel hinter, doch aber habe ich an dem Lohnbauen keine Freud. Sie sind Willens, es 3 Fahr zu probiren, ob es ihnen beßer Taug, um den Lohn oder um die Hälfte, ich bin dieß Jahr etwas beßer bestanden um Lohnbau, die Rechnung war 45 fl. * ;;sourcefile::1750-74_6744.txt;;id_source::561;;id_text_old::165288;;comment::NULL;;page::NULL
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1761-10-01 00:00:00
1761-10-01 23:59:59
Position
Meersburg
Codeset

harvest & wine & begin

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